Bali Rundreise

Sonntag, 05.06.2016

Soo da der Blog aufgrund von einer etwas längeren "Reisepause" dachte ich dass ich auf die letzten Tage nochmal kurz schreibe was so im letzten Monat abging. 
Ich sage extra "Kurz" weil es eigentlich viel zu viel zum schreiben ist. Durch 3 sehr gute Freunde die mich tatsächlich besucht haben wurde dieser "Urlaub / Trip" ziemlich unbeschreiblich. 

Die Grundpfeiler dieser Reise(n) waren mehr oder weniger alles was man so machen kann. Dazu gehören Städte wie Kuta, welche das Mallorca von Australien ist, aber auch gut von deutschen besucht ist. Dann gibt es etwas mehr kulturelle Eindrücke in Ubud, wo zum Beispiel ein Monkeyforest zu den Hauptattraktionen zählt. Wüsste man nicht dass die Affen ziemlich oft Tollwut haben, dann wäre man nicht so "ängstlich" wenn sie auf einen springen würden, aber naja. Der Monkeyforest lohnt sich aufjedenfall für die, die nur auf touristische Plätze aus sind, da hier recht viele Affen in einem kleinen Waldstück sind, jedoch alles naturbelassen ist und die Affen sich tatsächlich wohl fühlen. 
Wer sich einen Roller mietet und durch ganz Bali fährt, wie wir es gemacht haben, der wird auch jede Menge Affen an Straßen rumlaufen sehen usw. 
Doch um erstmal in Ubud zu bleiben, fahre ich mit den klassischen Reisterrassen fort. Hier hat man einen sehr schönen Blick auf die sehr bekannten Reisterrassen. Von dort aus ist es auch "nur" eine halbe Stunde Fahrt zum sogenannten Tegenungan Waterfall. Auch ein ziemlich schönes Panorama und es gibt natürlich die Chance dort zu schwimmen und auch runterzuspringen. Auf den Schildern zwar verboten aber wer einen kleinen Kick sucht kanns gerne machen, man stirbt nicht bei und das Wasser ist tief genug (Y) 

Um auf die vorhin erwähnten gemieteten Roller zurückzukommen : Ich würde es jedem empfehlen der 1.) Zeit hat 2.) flexibel ist/sein will 3.) was sehen will. 
Insgesamt haben wir knapp 400 km mit dem Roller zurückgelegt. Das kam dadurch dass wir sehr schöne Serpentinen auf dem Weg in den Norden Balis langefahren sind und schließlich die komplette Ostküste runtergefahren sind bis wir dann am Hafen von Padangbai die Fähre zu den Gili Islands genommen haben. 
Die Gili's bestehen quasi aus 3 kleinen Inseln wo es keine Roller oder Autos gibt, sondern ausschließlich Fahrräder und Pferdekutschen. Gili T (unsere angestrebte Insel) ist die bekannteste von den dreien, da sie als Partyinsel ein beliebtes Ziel für das junge Volk ist. Gesagt getan, in Gili hatten wir eine gute Zeit.
Gute Billige Hostels findet man dort überall, da diese Insel auf Touristen ausgelegt ist. Bis auf die Buden und Barbesitzer gibt’s hier recht wenig bis keine einheimischen. 
Es gibt natürlich unzählige Anbieter von Tauch-  und Schnorcheltouren welche auch recht billig sind ( 100-150k für 5 std.), kann man aufjedenfall empfehlen. 

Zurück in Bali gings dann wieder mit dem Moped in Richtung Süden um dort ein paar bekannte Surferstrände zu erkunden und es lohnt sich definitiv. Sehr schöne Strände, teils sogar aufgrund des Wellengangs nur für Surfer erlaubt. 
Wie ihr seht mach ich es wirklich kurz da ich, wenn ich einmal richtig anfangen würde nicht mehr so schnell aufhören würde. 

Im allgemeinen kann gesagt werden, dass Bali mit allem dienen kann was man sich wünscht. Ruhe, Kultur, Party und man hat echt alle Möglichkeiten. Das Zusammenspiel von Hinduismus und westlicher Kultur birgt überhaupt keine Probleme. Anders als im Muslimischen Jawa bekommt man hier an jeder Ecke Bier und Alkohol und auch (gott sei dank) westliches essen. Man kann also nach Bali gehen und je nach Stadt kann man entweder total entspannen, oder richtig auf die kacke hauen, je nachdem was man will. 
Auch die Gili's eignen sich zur Entspannung, vor allem die andern zwei kleineren Inseln da dort keine Partymeile das haupteinkommen bestimmt sondern eher ruhige Bungalows usw. 

Alles in allem war es ein Hammer trip und die weiteren Geschichten werde ich auf Anfrage auch gerne bald persönlich beantworten :-) 

Hier mal ein paar Bilder    Gili Trawangan Wasserfall in Ubud Monkeyforest Blue Point BeachKuta Beach

Gili Labak - The Hidden Paradise

Montag, 18.04.2016

Schon wieder ist ein Wochenende vergangen und standesgemäß folgt ein Bericht. 
Dieser Bericht befasst sich mit dem schönsten, Atemberaubensten und einfach wunderschönsten Ort den ich bisher gesehen habe. Aber von vorne:

Freitag Nacht ging es in einem Minibus und mehreren Studenten sowie lokalen freunden (insg. 10 leute) auf nach Madura. Madura ist die nördlich von Surabaya gelegene Nachbarinsel und ist nicht soweit entfernt. Allerdings mussten wir ans Ende von Madura, was ca. 3,5 Std. gedauert hat... 
Von einem kleinen Ort aus ging es dann nach dem Frühstück auf ein ziemlich altmodisches Boot. Ich wüsste nicht das so ein Boot in DE fahren dürfte, aber es war sicher und erfüllte seinen Zweck, auch wenn zwischendurch mal etwas Wasser aus dem Rumpf geschöpft werden musste. 
Die Bootstour dauert dann aufgrund der Rasanten Geschwindigkeit des Bootes knapp 2. Std. Während man in den Sonnenaufgang schippert, kann man versuchen mal ein bisschen zu schlafen. Am Horizont sieht man dann einen kleinen Fleck welcher immer näher kommt.
Man hört immer das es so kleine Inseln gibt oder man sieht Bilder... Allerdings bot sich hier allmählich der Anblick von einem kleinen Paradies was immer näher kam. 
Von weitem sah man schon die Kokosnuss Bäume und den Strand und nur vereinzelte kleine Boote.

Als wir dann im Sand der Insel das Boot anlegten, konnte ich meinen Augen wirklich nicht trauen. Weißer Strand, klares Wasser, Palmen, Hütten aus Bambus.... Es ist ein Paradies !
Ich konnte es kaum erwarten so eine Insel mal endlich live zu erkunden, deswegen schmiss ich meinen Rucksack schnell weg, Schnappte mir mein Handy und ging direkt den Strand entlang. Wahnsinn !!! 


Es war so still auf dieser Insel, kein Auto, keine roller...Nur insgesamt knapp 20 Leute auf einer "verlassenen" Insel. Hier mal meine ersten Eindrücke.

Riding in the sunrise Bambushütten

Anschließend ging es natürlich direkt ins Wasser. Alle Müdigkeit war nun vergessen und ich brauchte erstmal ein bisschen um zu begreifen dass meine Vorstellung einen Paradies genau so aussieht. 
Öfter viel der Spruch bei uns "I don't care if I die here, I'm already in Paradise". 
Nach dem Mittagessen ging es dann auf zum Schnorcheln. Manche fanden es nicht sooo cool, weil sie schon schöneres gesehen haben. Ich bin allerdings noch nie geschnorchelt und fande es deshalb echt eine coole Erfahrung. 

Nach dem Schnorcheln wurde uns dann unser Haus gezeigt, was ca 2 Minuten Fußmarsch war. Da die Bambusbetten am Strand allerdings wesentlich gemütlicher aussahen als die Fliesen im Haus, haben wir uns entschieden Direkt am Strand zu schlafen. Btw. es gab nur Strom für die Beleuchtung der Strandbuden, keine Steckdosen usw. 
Abends hab ich mich dann auf den Weg gemacht um einmal um die Insel rumzulaufen. Dafür wurden lediglich 20-25 Minuten gebraucht, zufuß !. 
Danach kam natürlich der Sonnenuntergang.... 

Die Dusche.

Man sollte hier allerdings wirklich gute Sonnencreme mitbringen. Mit gut meine ich nicht 30. Die strammen Europäer haben es mit 30 versucht und wir wurden mehr oder weniger lebenig gebrutzelt. Selbst die Indonesier haben sich eingecremt und das soll was heißen. Der Tipp der Indonesier war auch relativ einfach. Sonnenschutzfaktor 110 (kein Tippfehler). Da wir Weißen wirklich keinen anderen Weg mehr wussten, hat er uns seine Creme dann mal ausgeliehen.... Und wir lachen in DE über 50...
Naja, sonst ist die Insel wirklich Oldschool. Freilaufende Hühner und Katzen und wirklich Mittelalterliche "hygiene". Aber das gibt dem ganzen noch einen touch von einer einsamen Insel, und man überlebt aufjedenfall. 
Alles in allem ein traumhafter Trip.
Um euch eine Preisliche Vorstellung zu geben. Alles in allem incl. Transport,Essen, Schnorcheln usw. usw. hat 20€ gekostet (Kein tippfehler), das war auch nochmal ein Faktor der misch staunen lassen hat. 

Vulkan Bromo

Sonntag, 03.04.2016

Nach einer kleinen Pause wird's jetzt mal wieder Zeit für einen, dieses mal hammermäßigen, Trip. 
Der Trip ging zum Vulkan "Bromo" (2329m).
Um das ganze etwas spannender zu machen: Der Vulkan ist immer noch einer der aktivsten Vulkane auf Jawa und hatte seine letzte kleinere Eruption auch, wie Merapi, im Jahr 2010. Jedoch spuckt er 24/7 riesige Schwefelwolken aus, ist aber zugänglich für Touristen. 

Zum Trip:
Von Surabaya ging es in einem Auto, mit anderen Studenten, um 22 Uhr los. Die Vulkankette ist ca. 3,5 Std. Autofahrt entfernt. 
Der Grund warum wir letztendlich schon um 1 Uhr morgens dort angekommen waren ist, dass wir von der "Basis" aus mit einem Jeep auf einem noch höher gelegeneren Berg (Knapp 3000m) gebracht wurden, um dann den Sonnenaufgang mit Blick auf die Vulkankette zu betrachten. 
Angekommen am Gipfel des Berges wurde dann allmählich auch das Atmen etwas schwieriger und, man möge es kaum glauben, es war KALT. Dieses mal waren selbst Jogginghose und Sweatshirt ziemlich frisch. Ich dachte jedoch dass die einheimischen übertreiben als sie mir weis machen wollten dass es dort "kalt" sei, da die hier schon bei 20 grad frieren, jedoch hatten sie dieses mal recht... 
Obwohl es noch Stockdunkel war, habe ich die Aussicht genossen, da dies die erste Nacht hier war, in der man frische Luft und einen sternklaren Himmel hatte, was in Surabaya definitiv nicht der Fall ist. Außerdem bot sich schon jetzt der Anblick auf die Schwefelwolken des Vulkans. 
Die 1,5 std. bis zum Sonnenaufgang zogen sich etwas, da ich leicht müde war und mir die Hobbyfotografen auf den Sack gingen, die versuchen mit ihren Handys die Sterne zu fotografieren.

Als dann langsam am Horizont die Sonne aufging, und sich die Touris wie beim Black Friday in die erste Reihe drängten, drehte ich meine Musik auf und genoss die wunderschöne Aussicht. Seht selbst.


Danach ging es dann weiter zum eigentlichen Vulkan (Der mit den Wolken). Unter dem Nebelschleier der dort zu sehen ist befindet sich die sogenannte Sandwüste. Ein Tal aus der Asche des Vulkans. 
Dort warten dann hunderte Pferde auf einen, womit dann den Vulkan raufkommen kann. Ich für meinen Teil, wollte es mit meinen eigenen Beinen schaffen.
Auch die Vulkanlandschaft ist der Hammer, man fühlt sich fast wie auf einem anderen Planeten, da hier der Mensch endlich mal keine Hotels und Resorts gebaut hat. 
Oben angekommen bot sich dann wirklich ein atemberaubender Anblick. Sobald man den Kraterrand des Vulkans erreicht, schaut man hunderte Meter tief in den grummelnden Schlot des Berges. 
Das Gefühl kann man wirklich nicht beschreiben und auch dieses Geräusch des Vulkans ist nicht zu beschreiben. 
Man merkt wie das Adrenalin durch den Körper schießt und die großen Worte wie "Ach eaasy, ich will einmal ganz rumlaufen" u.Ä., die noch am Fuß des Berges gesagt wurden, ganz plötzlich in " Oh shit, geh mal lieber vorsichtig und langsam Schritt für Schritt weiter" geändert wurden. 
Man konnte tatsächlich den kompletten Kraterrand entlang gehen, allerdings war man nach knapp 50 Metern auf sich allein gestellt, da nicht allzu viele Menschen die Markierung und Absicherung durch Betonstützen verließen. Aber wäre doch gelacht wenn wir das nicht schaffen, also machten mein Kompane (aus Malaysia) und ich uns auf den Weg zum höchsten Punkt des Vulkans.... Ich zeig euch einfach Bilder damit ihr wisst was ich meine... 


Die Wüste  Der Zipfel Links war das Ziel, wenn man genau guckt sieht man einen Menschen)Der Zipfel Links war das Ziel     Der Ausblick von oben Ein Inaktiver Vulkan, #perfectshape

Auch diese Bilder können nicht wirklich beschreiben wie es sich anfühlt, aber zumindest etwas wie es aussieht.... 
Nach diesem Trip sind wir dann letztendlich nur noch in ein Automuseum in Batu (aufgrund des Klimas mein Lieblingsort),2 stunden entfernt gefahren, welches auch relativ cool aufgebaut ist, mit verschiedenen Ländern und Städten, und deren Autos natürlich. Aber neben dem Vulkan ist das eher PillePalle. 
Nach knapp 39 std. auf den Beinen waren wir dann endlich wieder in Surabaya, wo dann erstmal gepennt wurde :D 

Dieser Vulkan ist aufjedenfall eine Reise wert. Bisher das krasseste Naturschauspiel was ich gesehen habe. 



Tempel Jolotundo, Bullenreiten und Reis Pflanzen

Sonntag, 20.03.2016

Damit bloß keine Langeweile aufkommt, gab es heute mal einen Kulturausflug von der Uni. Beim Wort Kulturausflug stellen sich einem normalerweise die Nackenhaare auf und man wird kurzfristig Krank o.Ä. Nicht jedoch in Indonesien.


Damit man meine Stimmung an dem Tag versteht sollte man evtl. die Vorgeschichte kennen. Wir wollten gegen 5:30 morgens aufbrechen mit der gesamten Truppe, das heißt 4:30 aufstehen. Leider wurde der Abend vorher etwas länger und durch eine zusätzliche Reifepanne am Roller der mich um 2:00 morgens nach Hause bringen sollte, wurde die Nacht auf knackige 1,5 Stunden reduziert. Den Reifen hat übrigens eine Art „Obdachloser“ am Straßenrand geflickt.
Anyways, man möge sich vorstellen können das ich leicht übermüdet war als dann um 5:35 ein Anruf meiner wartenden Kameraden kam. Gott segne die Snooze-Funktion des Handy Weckers...Nicht.
Lirum larum gings dann mit zwei vollen Bussen ca. 2 Std. lang in Richtung Regenwald.
Dort angekommen haben wir dann den Tagesplan erfahren, welcher vielversprechend klang. Erst ein altes Dorf besichtigen, dann die Reisfelder und im Anschluss den Tempel der vom damaligen König Rakai Halu Sri Lokeswara Dharmawangsa Airlangga Anantawikramottunggadewa für seinen Sohn errichtet wurde ( nachdem meine Uni benannt ist -->Kulturreise), diese Information ist zumindest zu mir durchgedrungen.
Das Dorf war nur Semi spannend, das es nur gammelige Häuser sind, die bis 1993 ohne Strom leben mussten. Relativ ähnlich zu Dörfern im Osten Deutschlands.(Scherz)
Jedoch bot sich kurze Zeit später ein ziemlich netter Anblick auf nicht endende Reisfelder, die alle von Menschen erschaffen worden und auch noch von Menschenhand, ohne Maschinen, geerntet werden --> Bild

Reisfelder
Anschließend führte uns der Gruppenführer am Bach entlang bis zu einem anderem Reisfeld. Dort standen, so wie es hier üblich ist, 2 Kühe, mit denen die Menschen hier die Felder umpflügen. Die Mischung aus Schlafentzug und der bereits bekannten Hitze verflog recht schnell, als ich erfahren habe dass wir 1.selber „Pflügen“ durften und 2. Reis einpflanzen sollten, so wie die Leute es hier seit Jahrhunderten tun. Bilder sagen wieder mehr als worte.

Kühen können gehorchen Indonesiche Wirtschaft fördern

Es war aufjedenfall mal eine coole Erfahrung.

Nach dem Lunch gings dann zum besagten Tempel, dem meine Uni den Namen verdankt. Es ist ein Hindu Tempel, welcher jährlich mehrere Tausend Balinesen anzieht, die dann im heiligen Wasser des Tempels Baden. Dieses Wasser ist tatsächlich einer der saubersten Gewässer mit vielen Mineralien, die durch die natürliche Filterung der Berge erfolgt. Das heißt, man badet drin und kann auch das Wasser trinken.  Das Wasser beschert, nach Glauben der Hindus, junge haut und nach dem trinken soll man schon bald seine Traumfrau finden und sie heiraten.
Allerdings besagt der Mythos auch, dass der Heilige Berg, um den 80-100 Tempel stehen, von einem Riesen Berg abgeschnitten wurde und dort hingesetzt wurde..... Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden.
Long sotry short, ich habe das heilige Wasser getrunken und mich auch drin „gewaschen“. Okay, Frau sitzt in Deutschland und ich rasiere mich bald wieder--> Mythen  bestätigt.
  

Keine Sorge, das Fischwasser wurde nicht getrunken, sondern das Fließende wasser im oberen Teil des Tempels.

Ca. 20 minuten später bekam ich dann die Wirkung des Wassers zu spüren. Geplagt vom Gedanken ob mein Magen sich aufgrund des Mittagessens, des  heiligen Wassers oder des Schlafentzug drehte, machten wir uns wieder standesgemäß mit 10 Mann auf der Pickup Ladefläche wieder zurück an die Base des Eko Parks und wurden wieder nach hause transportiert...
Insgesamt ein sehr sehr schöner Ausflug bei dem man auch noch was lernen konnte.

Cheers J

Yogyakarta- Tempel, Vulkane und Strände

Montag, 14.03.2016

Gleich vorweg, das Wochenende war sowas von atemberaubend ! Aber seht selbst. 

Wir (3 Studenten und meine Wenigkeit) haben mehr oder weniger spontan ein Wochenendtrip nach Yogyakarta geplant. Yogyakarta liegt im Süden der Insel Jawa und ist etwa 5 Stunden mit dem Zug entfernt. Nach einem sehr kurzfristig gebuchten Hotel und einem Fahrer für den nächsten Tag, gings dann los.
Die Züge hier sind eigtl. relativ gut, wir hatten zwar die Holzklasse und zu einer schönen Einleitung ins Wochenende hat in unserem Wagong die Klimaanlage nicht funktioniert, jedoch ging es nach einem Wagongwechsel recht cremig weiter. 
Kurz vor Yogyakarta haben wir dann noch jemanden kennengelernt, der zum Wochenende seine Familie besuchte und uns spontan angeboten hat uns zum Hotel zu fahren. 

Angekommen im Hotel Rengganis wurden wir dann positiv überrascht, da wir bei der Planung relativ Blind vorgegangen sind. Zimmer o.k, Preis passt, buchen. 
Dass das Hotel einen Pool hatte und ein super Frühstück, wusste ich bis dahin nicht. Aber von sowas lasse ich mich gerne überraschen. Für knapp 15 € die Nacht war das Hotel echt spitze. 
Am Abend sind wir dann mal zu den sogeannten Sepeda Berhias ( Dekorierte Fahhräder) gegangen, und es war lustiger als erwartet. 
Mit LED und lauten Boxen ausgestattete Fahrräder kann man dort für knapp 2 euro  mieten und einmal um einen großen Platz fahren, wo ca 50 weitere solcher Räder stehen und fahren. Dort wird meistens Oldschool HipHop oder andere ältere Chart lieder gespielt, die man mitsingen kann. 

Sepeda Berhias

Am nächsten Tag war viel Programm angesagt. Erste Haltestelle war der Sonnenaufgang mitten im Regenwald, mit Blick auf einen Aktiven Vulkan ( Merapi Vulkan), welcher 2010 noch eine heftige Erruption hatte. 
Wie sind wir dahin gekommen? Wir haben uns für den Tag einen Fahrer und eine Tour gemietet.Für 450.000 IDR (31€) hat dieser uns dann den ganzen Tag quer durch Yogyakarta gefahren, dazu später mehr.
Jono (der Fahrer) hat uns um 4 Uhr morgens abgeholt und dann gings los. Nach einer Stunde fahrt und einem Trampelpfad durch die morgendämmerung in den Tropen sind wir dann am Aussichtspunkt angekommen. Die atmosphäre wurde zwar durch die nervenden andern Touristen etwas uncool, war aber trotzdem extrem schön. 

Sunrise

N
ach einiger Zeit sind wir dann wieder runtergelatscht um uns dann in Richtung Borobodur Tempel zu bewegen. Zum Borodur Tempel selbst:
Es ist einer der größten Buddhistischen Tempel in Süd-Ost Asien, welcher im 7-8 Jahrhundert erbaut wurde. Er besteht hauptsächliche aus dem Regionalen Lavagestein und ist der Hammer. 
Allerdings macht dieser Lavastein die eh schon unerträgliche Hitze noch etwas ungemütlicher, aber darüber hab ich mich ja schon genug aufgeregt. 
Jedenfalls ist der Tempel an sich wunderschön, allerdings werden die Lokalen Leute nach einiger Zeit wirklich etwas "lästig". Ca. 20 Schulgruppen wollten wieder Fotos haben. Der Tempel wurde für die recht unintressant als wir kamen und ich habe mich tatsächlich später in eine ruhige Ecke des Tempels verkrochen damit ich mal ruhe habe oder zwischendurch so getan als wenn ich telefoniere. Klingt komisch, ist aber so. 

Borobodur Foto mit Fremden, 1 von 457

Nach millionen von krimskrams ständen die versuchen einem was anzudrehen, ging es dann weiter zum vorher erwähnten Merapi Vulkan. Dort gab es eine Offroad Tour zu buchen, welche einfach nur geil war. 
In einem U.S Army Jeep knallt der Fahrer durch die vulkanischen Berge und Hügel und man sieht nach und nach immer mehr, dass man sich tatsächlich am Fußes eines aktiven Vulkans befindet. 
Er hat uns dann zum Lava Canyon gebracht, welcher wirklich atemberaubend ist. Schaut man in diesen Canyon, wo 2010 noch Lava langeflossen ist, und alles im Umkreis Asche war, so wird einem recht schnell klar was man da vor sich hat. 
Des weiteren lag an dem Aussichtspunkt ein Stein. Steine an sich sind jetzt nicht soo erwähnenswert, allerdings war dieser mit ca. 5 metern Durchmesser recht groß. Immer noch nichts besonderes oder? 
Dieser Stein liegt 8 km vom Vulkan entfernt, und wurde damals von diesem Vulkan "ausgespuckt". Steht man neben diesem Stein, wird einem auch hier wieder klar, was dort für Kräfte vorhanden sind. Hier die Bilder.
Lava Canyon Der Stein ;)2010 Ausbruch

Dann gings noch weiter den Berg hinauf, wo wir direkt am Canyon stehen konnten. Wir hatten glück, da unser Fahrer ziemlich gute Fotoskills hatte. Der hat uns dann für verschiedenste Posen an geile Orte gebracht :D 

 

Inzwischn war es ca. 13 Uhr und wir mussten weiter zum Prambanan Tempel. Dieser ist der größte Hinduistische Tempel. Es ist auch ein sehr sehr schöner und entspannender Tempel. 
Ich machs kurz und zeig einfach Bilder. 

 

Anschließend sind wir aber dann zurück ins Hotel gefahren und haben uns Jono (den Fahrer) für den nächsten Tag wieder gebucht, da er wirklich sehr sehr cool drauf war. 
Am Abend haben wir dann im Pool andere Backpacker getroffen, ein verheiratetes Paar (30 und 25) aus Chile / Spanie, die Komplett Süd-Ost Asien erkunden wollen. Relativ schnell ergab sich eine nette Unterhaltung und wir gingen alle zusammen essen :D 
Soweit so gut stand immer noch der Sonntag aus. Hierfür hatten wir uns dann den wohlverdienten Strand ausgesucht, der ca. 1 std Autofahrt entfernt ist. Pünktlich um 8 stand Jono wieder vor dem Hotel und brachte uns zum "Paran Tritis Beach" und.....es war wieder mal Atemberaubend. Man kennt Strände, aber nicht diese Art von Stränden, seht selbst. 



Quads und Pferde gabs natürlich auch zu mieten (Y) 
Nachdem wir dann ziemlich verbrannt waren, gings dann weiter zum Fischer strand, der nur knapp 10 minuten entfernt ist. Dort war es wiederum nicht schön...tonnen von Angelschnur lagen am Strand, aber naja. Dort werden die Fische gefangen und gleich auf den Teller gepackt, seeeehr lecker. Allerdings verkaufen die Fischer dort alles was gefangen wird. Dazu gehören leider auch Baby Haie u.ä.


Da die Hitze mal wieder unerträglich war, gings im kühlen Auto nach Yogya City, zur bekannten Mailoboro Street. Eine Einkaufsstraße in Yogyakarta. Lohnt sich nicht wirklich. 500 Läden, alle verkaufen das gleiche und jeder der 120.000 Rikschafahrer versucht einem eine Tour anzudrehen. 
Letztendlich habe ich 3 qualitativ hochwertige Hemden für insgesamt 6€ geschossen. Aber auch Originale Luxusuhren und Sonnenbrillen fehlen hier nicht.

Yop, das war ein Wochenende. Einfach nur der Hammer. Falls jemand die Adresse des Fahrers braucht: 
Jono, javaclassic_tour@yahoo.com, Tel: +81227796582, "Bali Tansport" heißt die Organisation. Er bietet auch touren durch ganz Jawa an und ist wirklich seehr nett. 

Jono

Ich kann jedem diese Stadt nur ans Herz legen. Man muss auch nicht gleich übertreiben wie wir, und alles an einem Tag machen. Und es lohnt sich wirklich eine Tour zu buchen, da diese echt erschwinglich sind. Für den Strandtag hat er nur 300.000IDR ( 20€) genommen.
Allerdings sind Eintrittspreise nicht inkl.

 

 

Rafting in Malang

Donnerstag, 10.03.2016

Wie vielleicht manche schon mitbekommen haben ging es gestern zum Raften nach Malang. Malang ist eine Stadt südlich von Surabaya und knapp 2h 20 mins mit dem Auto entfernt. Um 6:30 ging es auch schon mit dem gemieteten Auto und 8 Leuten los. Als kleine Nebenattraktion gab es auf dem Weg eine halbe Sonnenfinsternis, die aber nicht wirklich gut zu erkennen war.

Für das Auto waren für den Tag knapp 250.000 Rupiah nötig (knapp 15 Euro) aber das war nur dank einer kleinen Connection möglich, ansonsten knapp da doppelte.
Der Weg nach Malang ist schonmal ziemlich hammer, da man quasi durch den Tropenwald fährt. Riesen Bäume und Palmenartige Büsche/Pflanzen sind überall zu sehen und auch viele Wilde Flüsse gespickt mit Felsen ziehen ihre Bahnen durch die einst dichten Wälder. Es ist allerdings wirklich noch Natur erhalten geblieben, welche sich mit dem Altkulturellen Reisanbau vermischt. Jeder hat schonmal die Stufenhaften Reisfeld-Formationen gesehen oder? Die ziehen sich hier und da mal entlang des Waldes. Ich habe versucht ein paar Bilder zu machen, aber die zeigen relativ schlecht das,was wirklich zu sehen war.

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Reisfelder im Wald Reisfelder

Nach einer laaangen Serpentinenfahrt und etlichen schlechten Straßen sind wir dann angekommen. Das Raften an sich hat 175.000IDR gekostet, also nur knapp 12 €...für 2std Raften inkl. Essen danach und Snacks zwischendurch.
Es gab am Anfang ein kleines Briefing wo allgemeine Sachen durchgekaut wurden, wobei eigtl. nur eins wichtig war. BOOM!. Das war das Codewort für einen bevorstehenden Wasserfall, dabei musste sich halt zurückgelehnt werden sodass man nicht aus dem Boot fliegt. 
Es war ein Teils natürlicher, teils menschlich geschaffener Fluss, was aber trotzdem ziemlich hammer war. 
Obwohl auch hier manche Stellen mit Müll bedeckt waren, hat die Natur doch überwogen. Während des Raftens hat man auch alte Tropensiedlungen gesehen, wo die Klamotten noch im Fluss gewaschen werden. Auch das baden wird in den Fluss verlegt. Gut das Wasser war jetzt nicht sooo Sauber aber ich musste ja auch nicht drin baden. 
Als die Tour dann vorbei war, wurden wir mit einem Pickup abgeholt. Gemäß den indonesischen Sicherheitsmaßnahmen und Verkehrsregeln sind wir dann mit 10 Leuten und einem Boot auf der Ladefläche des Pickups wieder zur "Basis" gefahren worden und konnten dann an einem kleinen Buffet unseren Hunger stillen. 

    

 

In Malang gibt es noch viele schöne Orte, wie z.B. Wasserfälle usw. aber da es leider angefangen hat zu gewittern, haben wir uns entschieden nach "Batu" zu fahren, ein etwas außerhalb von Malang liegender Ort, welcher für mich wie ein Abenteuerpark aussah. Tausende Menschen und somit auch doppelt so viele Augen die sich auf die beiden Weißen Europäer in der Gruppe richten. 
Und das Klima dort war seeehr angenehm. Kühle "deutsche" 28 Grad, die wie eine Kur für uns waren, da es ein sehr angenehmes Klima war.
Dort haben wir uns auf Deutsch gesagt für knapp 2€ die Mägen vollgehauen mit Dingen wie einem STMJ ( Milch, Honig, rohes Ei, Ginger), Hase am Spieß oder einem Durian/Jelly Cocktail, welcher aus einer heimischen Frucht gezaubert wird. 

Danach waren wir erstmal fertig mit der Welt und haben uns wieder ins Auto gesetzt, obwohl sich das nach vielen Unternehmungen anhört betrug die reine Fahrzeit knapp 7-7.5 Std an dem Tag.
Auf dem weg nach hause ist mir dann auch endlich ein passender Begriff für das Fahrverhalten hier eingefallen. In Deutschland ist es uns unter dem Namen "Illegales Straßenrennen" bekannt. Was bei uns zu einer Freiheitsstrafe führt ist hier der stinknormale Verkehr. Dabei werden Standstreifen, sowie rechte, linke oder mittlere Spur zum Überholen benutzt, sowie Warnblinker, Hupe und Fernlicht als Signal gegeben, dass man kommt. Aber man hat totales Vertrauen in die Leute hier, ohne Ironie. 
Jemand der sein Leben lang Mist baut weiß schließlich auch wie es richtig geht, nur dass er hier keine große Angst vor der Polizei haben muss. Also Augen zu und durch. 

Najut, das war so der Mittwoch hier, der übrigens als Feiertag der Hindus geehrt wird, weswegen die Uni geschlossen wurde.



STMJ und Hasenspieße Gruppenfoto (Y)

Die Mangrovenwälder und der Mensch

Samstag, 05.03.2016

So hallo alle miteinander, es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Blogeintrag. 
Heute haben wir (ein paar Studenten) einen kleinen, selbstorganisierten Trip in die Mangrovenwälder etwas außerhalb der Stadt unternommen. 
Im Internet hieß es das dieser Teils "unberührte" Fleck der Stadt sehr schön sein soll und es dort auch freilebende Affen und Wasservögel zu sehen gibt... Manch ein Blogeintrag erwähnte auch Stellenweise viel Müll, aber wir wollten uns diese Tour aufjedenfall ansehen.

Gesagt getan sind wir Pünktlich um 8 Uhr in der früh losgefahren. Etwa eine halbe stunde später und 2,20€ (Kosten für den Fahrer) ärmer, waren wir dann in quasi in den richtigen Tropen. Über die Hitze habe ich bereits genug erzähllt, diese wurde jedoch durch die Sümpfe und Büsche nochmals etwas drückender.
Recht schnell haben wir dann auch den Anlegeplatz der Boote gefunden, die uns anschließend den Fluß hinauf, entlang der Mangroven, zur Mündung des Flusses ins Meer bringen sollten. Bevor wir jedoch einstiegen, gab es eine riesige Python zu beobachten, die allerdings in einem viel zu kleinem Käfig saß und mehr oder minder zur Attraktion für Touris da war, für Tierliebhaber ist das Land sowieso sehr sehr falsch. 
Die Python


Dann ging es also aufs Boot für knapp 25.000 Rupiah ( ca 1,50€), welches uns dann, wie bereits gesagt, den Fluss hnauf fuhr. Die Fahrt war recht angenehm, allerdings sah man hier und da Müll im Fluss schwimmen..... Naaaja, nichts desto trotz wurden wir dann quasi mitten in den Mangroven rausgelassen um uns ca. 1,5 Stunden umzusehen. Recht beeindruckend das ganze um ehrlich zu sein. Der Ort hat tatsächlich sehr viel Potential, da die Mangroven an sich sehr Naturbelassen sind und eine schöne Stille herrscht. Die Wege sind aus Bambus gemacht und man hat das Gefühl in der Natur zu sein. (Siehe Bild) 

Die Mangroven 


Schön oder? Wäre da nicht der uns allseitsbekannte Mensch auf dieser Erde. Um jetzt mal allen Lesern und Leserinnen etwas die Augen zu öffnen, wie wichtig der Mensch eigentlich für die Natur ist und was die Natur nur ohne uns Menschen machen würde... Bilder sagen etwas mehr als tausend Worte denke ich, schaut selbst und bildet euch eure eigene Meinung.

Ganz genau, sooo sieht das aus. Ich würde euch lieber erzählen wie schön die Natur dort ist, allerdings ist diese durch uns prinzipiell und Praktisch total für den Arsch und man könnte uns als Menschen einfach nur mit dem Kopf gegen die Wand hauen. Egal wie weit man versucht zu gucken, man findet keinen Quadratmeter OHNE Mülltüten, Rucksäcke,Schuhe,Flaschen, Tennisschläger o.Ä. All der "weiße" oder "glänzende" boden der hinten auf den Fotos zu sehen ist ist normaler Boden ? Nein keine Sorge, alles was ihr an vermeintlichem "Boden" auf den Bildern seht ist Müll. Der gesamte Boden, egal wo man lang ging, war mit Mülltüten abgedeckt. Da dies allerdings noch ein öffentlicher und für jedermann zugänglicher Ort ist, kann ich mir so langsam vorstellen was hinter den Kulissen mancher Müllkonzerne vor sich geht, an Orten, die man halt nicht zu Gesicht bekommt.
Allerdings ändert auch hier ein "Wahnsinn" oder ein " Oh mein gott, das kann doch nicht wahr sein" nichts daran. 

Würde man Geld dafür bekommen den Müll dort wegzuräumen wäre das warscheinlich ein ziemlich netter Ort. Gibts aber nicht, also Scheiß drauf. Dafür geht man lieber vor der Küste ein paar letzte Fische fangen (Y) 

Ich hoffe ich konnte ein paar leuten mal etwas die Augen öffnen was eventuell auch mit dem fein getrennten, Europäischen Müll iiiirgendwo auf dieser Welt passiert. 

In sofern, Cheers.

Ps: Es gab keine Affen, allerdings 1-2 Wasservögel, die (so glaube ich) nicht aus Plastik waren.

Handgedrehte Zigaretten and Feeling like a Rockstar

Donnerstag, 25.02.2016

Dann hau ich direkt noch einen raus damit ihr Unterhaltung habt.

Heute gings auf eine Tour durch Surabaya. Dabei war unter anderem das Museum und das Monument der Stadt das Ziel. In dem Museum ging es halt um die ganze Holländische Kolinialzeit bzw. den 2. Weltkrieg, die armen hats hier auch relativ hart erwischt, wovon man in deutschland eigentlich garnichts hört. Naja, jedenfall wurde heute zum ersten mal bestätigt dass Weiße hier eine Attraktion sind.
Als eine Schulklasse mit knapp 15 kindern die Weiße haut des Jungen dynamischen Wessis (mich) gesehen habe und das Eis durch die erste Frage "Foto?" gebrochen wurde, wurden anschlie0en knapp 20-30 Fotos mit den Schulkindern gemacht, den Lehrern, Eltern,Tanten und gott weiß wen gemacht. Plötzlich war also nicht mehr das Museum der Mittelpunkt sondern ich. 
#Fotosession
Soviel dazu

 

Anschließend ging es dann in die Zigarettenfabrik.... Der Hammer !! Ein paar Fakten:
- Ca.500 Mitarbeiter in einer Halle
- 300-500 Zigarette/std von jedem Mitarbeiter PER HAND!!!!!
- jeder arbeitet 8h pro tag
- Monatslohn knapp 100€ ..... 

Man kann sich ungefähr vorstellen das mein Kiefer anschließend den Boden berührt hat. Ich hab Ihr dann gesagt das manche in deutschland für soeinen TAGESLOHN nichtmal aufstehen würden... Es war so Krass, die leute Rollen einfach nur Zigaretten, den ganzen Tag.
Es durften allerdings keine Fotos gemacht werden, hier ist nur ein abfotografiertes Foto der Vergangenheit, aber es sieht eigentlich noch genau so aus.
Zigarettenfabrik

So und für die Moslems unter euch: Hier ist die Größte Mosche Jawas zu sehen,, die war tatsächlich sehr Imposant.

Was ich vergessen habe zu erwähnen dass der Bus während der 30 Minütigen Fahrt zur Moschee ein Klimproblem hatte.
Um ehrlich zu sein war ich fast enttäuscht als ich bemerkt habe dass ich im Bus sitze, da ich fest der Überzeugung war dass es eine Sauna war... Ihr könnt euch erinnern dass ich gesagt habe die 30 Grad bei 80-100% Luftfeuchtigkeit seien unerträglich? 
Als wir aus dem Bus ENDLICH rausgekommen sind, waren diese 30 Grad göttlich kühl. Zwar nur für knapp 3 Minuten aber es tat gut. Letztendlich musste der Bus also an Ort und Stelle repariert werden und die Tour wurde dann verkürzt, da "die Kondition des Busses es nicht mehr zum Tempel schaffen würde" so die Betreuer.

Okay das war der heutige Tag und ich denke am Wochenende kommt noch was.

Cheeeers 

Das Apartment,die Uni und Ich

Mittwoch, 24.02.2016

Sooo nach ein paar Tagen bin ich jetzt wieder mit dem Rest der Welt Connected da ich jetzt WiFi und TV im Zimmer UND auf dem Handy hab, der Wahnsinn. 
Welches Apartment meint der Kerl, gute Frage:

Ich bin in ein Apartment gezogen welches knapp 6-7 Minuten von meinem ersten Hotel entfernt ist. Ich glaube ein paar bilder sind hilfreicher als eine Beschreibung. Nachdem es probleme beim bezahlen gab, sowie die ersten nächte ohne Decke,Herd und Internet überstanden waren, fange ich langsam an mich an das Zimmer zu gewöhnen...das Bad schließe ich dabei gnadenlos aus.
Bad

Naja soviel dazu...
Nun zur Uni. Es gab eine Orientation week, bzw diese ist noch im gange. Hier haben wir uns bisher mal die verschiedenen Kampusse angeguckt und kleine basics besprochen wie Kuturschock Visa usw. Nicht zu vergessen die Kantine, wo es fast alles für knapp 80 cent gibt --> siehe foto
Da das ganze draußen stattfindet ist es nicht untypisch wenn dabei mal eine hausinterne streunende Katze neben dir auf der Bank sitzt oder auch auf dem Tisch sitzt... man meint das ist schlimm hm? Nein, das schlimmste ist die gnadenlose tropische Hitze hier, die selbst den Indonesiern ziemlich auf den Zeiger geht. Bei 30 Grad und gut 85% luftfeuchtigkeit läuft man also in Jeans und Hemd rum...Cool (not). Grund dafür ist die Kultur hier, die gewisse Regeln vorgibt. 
Diese sind

In der UNI: - Lange Hose und Hemd mit kragen ( egal ob kurz und langärmlig)
                  - Feste Schuhe
                  

In der Freizeit: - Jungs dürfen Shorts tragen, Frauen maximal 3/4. 
                        - Generell kein Tanktop tragen, vor allem frauen nicht 
                       - Kein öffentliches Händchenhalten oder küssen, das gilt als anstoßend, dabei ist                            es nicht unüblich wenn gleichgeschlechtliche leute händchen halten, was auch                              nicht als schwul oder lesbisch gilt.

 

Mein Tower des Apartments Die Uni (Kampus C ich bin in B) Kantine Kantine knapp 70-80 cent

Die Indonesier geben selber zu das sie nicht gerne laufen. kann man verstehen bei der Hitze, das erklrt aber auch die 14.000 roller auf einem Quadratmeter. 

Naja mal sehen was noch so kommt, ich werd Berichten. 

Cheers

Ankunft

Sonntag, 21.02.2016

Soo der erste Blog Eintrag.
Gestern bin ich also in Surabaya/ Indonesien angekommen und das auch wirklich gut. Super ruhige flüge etc. Leider kam das Gepäck nicht an...hmpf. 
Naja ich wurde zumindest freundlich von meinem "buddy" empfangen, sowie der anderen Austauschstudentin. 
Anschließend gings dann, ohne Koffer, ins Hotel welches ca. 30 mins. vom Flughafen entfernt war.Alleine der Weg über Indoneische Straßen ist ein kleines Abenteuer, da es knapp 200 Mopeds auf einen Quadratmeter gibt. Weder Verkehrregeln, noch Hinweise oder Richtlinien werden befolgt, viel eher gilt hier das überleben des Stärkeren. Des Weiteren gilt die Hupe hier als eine Art Kommunikationsmittel und bedeutet soviel wie " Achtung ich bin hier/ Wie gehts'?/ Ach du auch hier? / Vorsicht-Mach Platz-/ Arschloch/ Fahr doch/ vorsicht ich bin hinter dir/ Achtung ich überhole". Außerdem sieht man jede menge Straßenläden die essen "kochen" bzw. braten oder grillen, dutzende Klamottenläden und vieles mehr.
Im hotel angekommen wurde dann erstmal geguckt was es hier so gibt, W-Lan und Englischen TV--> Hier bleib ich. 
Die erste Nacht war relativ komisch, dazu hat aber auch der Jetlag was beizutragen, sowie die Arabischen Gebete die morgens um vier durch große Mikrofone das zarte Gehör des Europäers wecken. Sind die Gebete erst einmal vorbei fangen auch die Haushähne an zu Kikerikien. Somit war das Kapitel Schlaf fürs erste abgehackt.
Dann ging es erstmal zum Frühstück --> Reis mit Hühnersuppe, vermutlich der Hahn der mich geweckt hat.
Naja, anschließend wurde dann mal der Block erkundet und es war doch intressant. Viel müll, viele Gerüche, Straßenbuden, lebende Hähne, Roller, tropische Temperaturen, ein paar Roller, und viele viele Augen die einen anschauen als wäre man ein Alien. Nicht selten kommen diese Blicke von Rollerfahrern.
Aber auch Budenbeseitzer lächeln und winken einem zu, das man als Weißer Wessi doch etwas anders aussieht.

Alles in allem ein sehr warmer aber guter tag, da wir Abends mit unserem Buddy essen gegangen sind -->Reis mit Hähnchen aber lecker. Der ganze Spaß ist relativ Preisgünstig zu deutschen Verhältnissen, Knapp 5 euro für Reis mit Huhn,saucen, Getränk und Extra Beilagenteller. Alles in allem eine gesunde Mahlzeit.

Morgen gehts dann auf Apartmentsuche und es kommen weitere Blocks, unter der Vorraussetzung dass ich es nicht verpeile.